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Die Körpersprache des Hundes

Hunde verständigen sich untereinander durch verschiedene Signale. Dazu gehört eine Vielzahl von unterschiedlichen Gesichtsausdrücken, Körperhaltungen, Lauten und Gerüchen. Wenn Ihr Hund seine Gefühle zum Ausdruck bringen möchte, tut er dies mit seiner Schnauze, seinen Augen, seinen Ohren und seiner Rute. Deuten Sie die Kombination der verschiedenen Körpersignale richtig, können Sie in jeder Situation erkennen, was Ihr Hund mitzuteilen versucht.

Ein selbstbewusster Hund, der unmittelbar vor einer Auseinandersetzung steht, wird versuchen, größer und stärker zu erscheinen. Dazu richtet er sich zu voller Größe auf, stellt Ohren und Rute auf und sträubt Nacken- und Rückenhaare (er bekommt eine "Bürste"). Manche Hunde wedeln auch langsam mit der Rute und knurren dabei. Ein unterwürfiger Hund wird sich dagegen möglichst klein machen und versuchen, wie ein Welpe zu wirken. Denn die jungen Vierbeiner genießen den sogenannten Welpenschutz. Sie werden von älteren Hunden zwar zurechtgewiesen, aber nicht ernsthaft angegriffen.

Ein rangniedrigerer Hund nähert sich einem ranghöheren meist in geduckter Haltung und von der Seite. Dabei wedelt er heftig mit der Rute. Er wird außerdem versuchen, das Gesicht und die Pfoten (oder bei einem Menschen die Hände) zu belecken. Als weitere Geste der Unterwerfung rollt er sich manchmal auf den Rücken. In dieser Lage sondern einige Hunde unkontrolliert kleine Mengen Urin ab. Eine für Hunde typische und allgemein bekannte Verhaltensweise ist das Wedeln. Den meisten Menschen ist klar, dass ein Vierbeiner freundlich gesinnt ist, wenn er ausgelassen wedelt. Hunde, die sich unterwerfen oder die eine besonders kurze Rute haben, wedeln manchmal so stark, dass das gesamte Hinterteil mitschwingt. Ein Hund benutzt seine Rute allerdings auch noch auf andere Weise zu Gefühlsäußerungen: Bei Wut versteift sich seine Rute, und er hebt und senkt sie langsam. Hat er dagegen Angst, klemmt er sie zwischen die Hinterbeine. Nervöse oder ängstliche Hunde wedeln oft mit herabhängender Rute, um ihr Gegenüber zu beschwichtigen.

Die normale Haltung der Rute ist durch Züchtung und Kupieren stark verändert worden. So tragen manche Rassen, wie beispielsweise der Whippet und der italienische Greyhound, ihre Rute meist unter dem Bauch. Ganz allgemein drückt eine Rute, die in einem Winkel von mehr als 45 zur Wirbelsäule getragen wird, also locker nach unten hängt, Interesse und Aufmerksamkeit aus. Auch in der Mimik Ihres Hundes können Sie viel über seine momentane Stimmungslage erfahren. Ist er ängstlich oder aufgeregt? Fürchtet er sich, oder möchte er gern spielen? Am Zusammenspiel seiner unterschiedlichen Signale können Sie jede Stimmungslage erkennen. Ist er aufmerksam oder lauscht einem Geräusch, sind die Ohren aufgerichtet. Empfindet er Freude, Unterwürfigkeit oder Furcht, legt er sie nach hinten bzw. eng an den Kopf an. Um jede seiner Stimmungen richtig deuten zu können, sollten Sie auf alle Körpersignale gleichzeitig achten.

Wenn Ihr Hund sich unterwirft oder freut, verengen sich seine Augen zu kleinen Schlitzen oder sind halb geschlossen. Ist er angriffslustig, sind sie dagegen weit geöffnet. In der Wildnis kann der Rudelführer die rangniederen Tiere allein mit Blicken zurechtweisen. Dabei starren sich die Rivalen an, bis entweder ein Kampf stattfindet oder das unterlegene Tier seinen Kopf senkt und sich abwendet. Starrt das Gegenüber ihn dennoch weiter an, kann das den unterlegenen Hund so sehr verwirren, dass er vor Angst zubeißt. Wird der Blickkontakt nicht unterbrochen, verleiht der dominante Hund seiner Drohung durch Zähnefletschen, Knurren oder mit einem Angriff Nachdruck. Neigt Ihr Hund zu Nervosität, sollten Sie nicht versuchen, sich mit ihm durch anhaltenden Blickkontakt zu messen. Damit könnten Sie ihn provozieren. Ganz normaler, liebevoller Blickkontakt tut Hunden dagegen gut und trägt zu einer guten Beziehung zwischen Mensch und Tier bei. Unterwürfige Hunde und Vertreter bestimmter Rassen (z.B. Labradore) scheinen sogar "lächeln" zu können. Bei einem wütenden Zähnefletschen sind die Lefzen straff nach hinten gezogen. Es sind beinahe alle Zähne zu sehen, und der Hund knurrt. Wenn ein Hund spielen möchte, hebt er meist eine Vorderpfote oder nimmt die typische Spielhaltung mit abgesenktem Oberkörper und erhöhtem Hinterteil ein. Außerdem bellt er, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Eventuell bietet er Ihnen auch eines seiner Spielzeuge an. Oder er springt ausgelassen um einen Artgenossen herum und fordert ihn zum Mitmachen auf.

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Angriffsdrohung

Kurze Lippen - d.h. der Hund hat den Lippenwinkel nur ganz kurz zurückgezogen. Man kann beim drohen nur die Schneide- und Eckzähne sehen. Hat der Hund dazu Schwanz und Kopf erhoben und knurrt dunkel, laut und drohend so besteht höchste Angriffsgefahr. Der Hund ist aufs äußerste gereizt und aggressiv - Er ist absolut gefährlich. Wir sollten in dieser Situation den Kopf etwas senken, den Blickkontakt meiden und uns langsam von ihm wegbewegen. Der Hund darf aber nicht den Eindruck gewinnen, dass wir flüchten - er würde sofort nachsetzen und angreifen.

Abwehrdrohung

Lange Lippen - d.h. der Hund hat seine Lippen aufs maximale nach hinten gezogen, das Gebiss ist komplett zu sehen und die Schnauze kann weit aufgerissen sein. Dies wird begleitet von einem gesenkten Kopf und Schwanz (der kann durchaus bis unter den Bauch gezogen werden) und dem sogenannten Welpengesicht (die Ohren werden so weit nach hinten gezogen, dass die Gesichtshaut straff gespannt wird) und heftigstem Drohen. Der Hund hat panische Angst und wird mit absoluter Sicherheit zubeißen, wenn wir die Situation nicht entspannen. Wir sollten uns langsam zurück ziehen und den Hund dabei weiter ansehen, aber nicht anstarren (das hält ihm von uns fern). Wenn er die Möglichkeit hat, wird dieser Hund weglaufen.

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es eine Menge Möglichkeiten.
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